Studie zu Glasabstandhaltern 29 September 2014 Zurück

Verbundprodukt der nächsten Generation schneidet um 8 % besser ab als Edelstahl

Studie zu Glasabstandhaltern

Lünen/Kreuzlingen, September 2014. Um die steigenden Anforderungen an die Energieeffizienz von Gebäuden zu erfüllen, ist bei der Entwicklung von Fenstern und Türen die optimale Abstimmung der einzelnen Bauteile wichtiger denn je – vor allem, wenn Passivhausstandards erreicht werden sollen. Neben Verglasung und Profilen nehmen Glasabstandhalter eine wichtige Rolle im Bauelement Fenster ein. Dies ergibt eine aktuelle Studie des Ingenieurbüros kmt Sustainable Engineering, Lünen. Verglichen wurden die am Markt gängigsten Abstandhalter aus Kunststoff, Edelstahl sowie Aluminium in Passivhausfenster-Konstruktionen.

Dabei schnitt Swisspacer Ultimate, ein „Warme Kante“ Abstandhalter für Mehrscheibenisolierglas, am besten ab. Aufgrund einer intelligenten Kombination aus einem Kunststoffprofil mit extrem geringer Wärmeleitfähigkeit und einer vollständig abdichtenden Hightech-Folie, erweist sich dieser Abstandhalter als äußerst energieeffizient. Er hat zudem bisher als einziger ein Zertifikat der Energieeffizienzklasse A vom Passivhaus Institut Darmstadt erhalten. Mit diesem Verbundprodukt der nächsten Generation ergibt sich im Vergleich zu gängigen Edelstahl-Abstandhaltern eine Verbesserung des Uw-Werts bei dem berechneten Standardfenster um 8%. Dies unterstreicht deutlich die wärmetechnische Wirkung eines effizienten Abstandhalters innerhalb von Fensterkonstruktionen.

Drei Fragen an Dipl.-Ing. (FH) Dennis Kuhn, Mitinhaber des Ingenieurbüros kmt Sustainable Engineering (Lünen)

Frage: Herr Kuhn, Sie haben in einer Studie den Einfluss von Glasabstandhaltern bei der thermischen Bewertung von Normfenstern ermittelt. Was gab den Anstoß für diese Untersuchung?
Dennis Kuhn: Ein Schwerpunkt unseres Büros ist die Produktentwicklung und die Zertifizierung von Fenster- und Türkonstruktionen. Daher beschäftigen wir uns laufend mit der Frage nach möglichen Potenzialen, um die Fenster- und Türfertigung zu optimieren oder Passivhausstandards zu erreichen. Wir wollten einfach wissen, welcher Abstandhalter die beste Performance hat. Das ist auch für die Fensterhersteller von Bedeutung. Ein Bauteil wie der Abstandhalter lässt sich im Fertigungsprozess leicht austauschen. Ganz anders sieht es aus, wenn beispielsweise die Fertigung auf andere Konstruktionen oder teurere Gläser umgestellt werden muss. Deshalb haben wir dieses kleine, aber wichtige Bauteil genau unter die Lupe genommen.

Frage: Was sind aus Ihrer Sicht derzeit die wichtigsten Entwicklungen bei „Warme Kante Abstandhaltern“?
Dennis Kuhn: Ein zentrales Thema für die Hersteller ist natürlich die kontinuierliche Verbesserung der thermischen Performance. Darüber hinaus geht es um Fragen der einfachen Verarbeitung und um neue Optiken, zum Beispiel um eine Farbauswahl. An diesen Punkten wird derzeit gearbeitet. Für den Markt sind außerdem gute Verfügbarkeit und attraktive Preise entscheidende Faktoren.

Frage: Wer hat aus Ihrer Sicht derzeit die Nase vorn?
Dennis Kuhn: Wir sehen, dass bei Abstandhaltern derzeit die nächste Generation von Verbundprodukten an den Start geht. Der Vorreiter ist der „Swisspacer Ultimate“. Dieser Abstandhalter hat als einziger bisher ein Zertifikat der Energieeffizienzklasse A vom Passivhaus Institut Darmstadt erhalten. Deshalb haben wir ihn in der Studie auch als Benchmark verwendet.

Die Studie steht unter www.kmt-ingenieure.de in voller Länger als Download bereit.

Über kmt Sustainable Engineering
Dipl.-Ing. (FH) Dennis Kuhn und Dipl.-Ing. (FH) M.Eng. Titus Mennicken sind Inhaber des Ingenieurbüros kmt Sustainable Engineering (Lünen) und beschäftigen sich seit 2003 mit der wärmetechnischen Optimierung und der Neuentwicklung von Fenster- und Türkonstruktionen.